Die Orgel ist ein seriöses Instrument. Sie steht meistens in Kirchen und Konzertsälen und ist für die ernsten, überirdischen Klänge zuständig. In der Stunde der Kirchenmusik im Februar zeigt die Orgel ihre andere Seite. Tanzmusik für Orgel ist nicht gerade weit verbreitet, jedoch standen in der Renaissance und im Barock kleine Orgeln auch in manchem adligen Haus, mitten im Leben sozusagen. Johann Caspar Ferdinand Fischer lässt für ein solches Instrument die Musen tanzen. Max Reger tritt dagegen mit einiger zu überwindender Erdenschwere auf. Exotisch sind die Tänze für den indischen Feuergott Agni Yavishta von Jehan Alain. Die Toccata alla Rumba von Andreas Willscher lässt einen von seinen ernsten Pflichten entfesselten Organisten zu Wort kommen. Außerdem unternimmt die Orgel einige Ausflüge in andere Welten in Bearbeitungen von Orchester- oder Klavierwerken.
Der Eintritt ist frei.