Weihnachten beginnt für Chorsänger früher!

Jauchzet, frohlocket! Der festliche Eingangschor mit Paukenschlägen, Trompetenschmettern und Streicherflitter in den ersten Takten ist für viele Menschen der musikalische Inbegriff von Weihnachten! Spätestens am 3. Advent (heuer zum Beispiel mit dem Kantoreikonzert am 16. Dezember!) gönnen sich viele mit Bachs Weihnachtsoratorium die ultimative Einführung zum Fest der Feste.

Das ist für Chorsängerinnen und Chorsänger natürlich nicht anders. Mit Freude und Begeisterung wirft man sich in virtuose Kolloraturen genauso wie in innige Choräle. Einziger Unterschied: Wir in der Kantorei "jauchzen, frohlocken" schon Wochen früher! Die Einstudierung der drei ersten Kantaten des Weihnachtsoratoriums begann 2017 schon im Oktober beim Chorwochenende in Kloster Windberg im Bayerischen Wald. Dort mehr Nebenprodukt, weil ja zuvor noch die Aufführung des Reformationsoratoriums "Johann Hus" von Carl Loewe auf dem Programm stand, ist das "WO" seit Ende November Hauptarbeit der wöchentlichen Proben der Kantorei.

In diesem Jahr kommt vor dem bekannten Oratorium noch die Vorgeschichte zur Aufführung: Bach komponierte die Kantate "Meine Seele erhebet den Herren" (BWV 10) für das Fest Mariä Heimsuchung am 2. Juli 1724. Inhalt ist der Besuch der schwangeren Maria bei ihrer Base Elisabeth und Marias Lobpreis Gottes im berühmten "Magnificat" (Lukas 1, 39-56). Gesungen wird die virtuose Kantate in kleiner Besetzung vom Raseliuschor der Kantorei.

Klein und speziell besetzt ist auch das Orchester in diesem Konzert. Mit dem Orchester La Banda kommen hoch spezialisierte und motivierte Musikerinnen und Musiker auf historischen Instrumenten in die Dreienigkeitskirche. Schon mehrfach durfte die Kantorei mit dem außergewöhnlichen Orchester musizieren und war jedesmal begeistert von der frischen und unkonventionellen Herangehensweise an vermeintlich bekannte Werke der Musikliteratur. Die Chorsänger freuen sich schon sehr auf die erneute Zusammenarbeit!